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Eine nicht alltägliche Shownummer

Eine nicht alltägliche Shownummer Der Saisonverlauf 2008/09 sah nach zwei internationalen Siegen recht versprechend aus. Doch nach der Deutsche Meisterschaft (über das Ergebnis berichtete die Presse) kehrten Nelli und Alex nach Moskau zurück und wussten nicht was sie weiter machen sollten. Die Saison konnte als beendet betrachtet werden, sie wurden weder zur Europa- noch zur Weltmeisterschaft nominiert. Zurück in Moskau in der Trainingsgruppe Zhulin und Volkov waren alle auf die Höhepunkte des Jahres konzentriert...

Nelli und Alex wollten aber auch nicht einfach das Handtuch werfen und überlegten, welcher Herausforderung sich stellen könnten. Sie gingen in die Moskauer Zirkusschule und wollten sich ein sich ein paar interessante Kniffe abgucken. Dort entstand auch die Idee einer Akrobatik-Flugnummer für Showprogramme. Fliegen und turnen über der Eisfläche, dann tanzen auf dem Eis -> das war nun die neue Herausforderung. Schnell fanden sie in der Zirkusschule Trainer und Freunde, die bereit waren sie zu unterstutzen.

Das neue Trainingsprogramm machte Spaß, die Tage waren nicht mehr sinnlos. Als sie dann soweit waren, dass sie auch mit Schlittschuhen fliegen konnten, überlegten sie wie das dann auch auf dem Eis verwirklicht werden könnte. Bisher konnten sie die Geräte der Zirkusschule nutzen, nun musste auch überlegt werden, wie das technisch am Eis funktionieren kann. Es musste eine Winde her, die der Zirkustrainer persönlich für das Paar gebaut hat.

Im Frühjahr 2009 kamen Nelli und Alex mit einem besonders schweren Gepäck (150 kg) nach Deutschland und feilten am Programm mit Ingo Steuer. So entstand "Butterfly", welches das erste Mal in Regensburg im Dezember 2009 aufgeführt wurde. Die Begeisterung des Publikums, war der Lohn der schweren Arbeit in den Vormonaten.

Die Winde muss aber auch noch von jemandem bedient werden. Die Zeit in Chemnitz hatte Stanislav Morozov geholfen, war aber klar dass es keine endgültige Lösung sein kann, denn in Chemnitz konnte das Paar nicht bleiben, hier gab's keinen Eistanztrainer. Als sie sich im August in Oberstdorf niederließen, sprachen sie Philipp Tischendorf an, ob er eventuell die Winde bedienen könnte. Schnell merkten alle drei, dass das einfach passt. Wenn Nelli und Alex über dem Eis fliegen, ist Philipp die Person, auf die sie sich verlassen können, er kennt die Programme genau, weiß wann was zu tun ist. Philipp ist die dritte Person im Team, damit die Flugnummer ein Erfolg wird!

Sehen Sie selbst:

Nebelhorn Trophy 2010 in Oberstdorf Schaulaufen (Butterfly)